Gesundheitskompetenzen in der Familie: Wie Eltern die Gesundheit ihrer Kinder stärken

Die frühe Kindheit ist für die Entwicklung eines Menschen von entscheidender Bedeutung. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse. Verläuft die Entwicklung eines Kindes in den ersten Lebensjahren günstig, wird die Grundlage für die spätere Resilienz gelegt. Das bedeutet, diese Kinder sind im späteren Leben widerstandsfähiger gegenüber Belastungen. Als Eltern können wir gute Voraussetzungen schaffen, um die Gesundheit der Kinder langfristig zu stärken.

Die Familie und die primären Bezugspersonen spielen eine tragende Rolle bei der Entwicklung des Kindes. Gesundheitsförderung in der frühen Kindheit stärkt die Kinder. Sie verringert Risikofaktoren und stärkt Schutzfaktoren; bspw. wenn Kleinkinder sich ausreichend bewegen, in einer anregenden Umgebung und mit anderen Kindern frei spielen dürfen, vor Passivrauch und Gewalt geschützt sind und emotionale Zuwendung erfahren.

Ein wichtiger Schutzfaktor für die Gesundheit eines Menschen ist seine Gesundheitskompetenz. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Diese Entscheidungen fällen wir oft nicht bewusst. Sie sind beeinflusst durch unsere Gewohnheiten und Routinen. Zu diesen lebensstilbezogenen Aspekten der Gesundheitskompetenz kommen weitere Lebenskompetenzen, die bis zum 5. Lebensjahr stark ausgebildet werden:

  • Die Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung, schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.
  • Die Selbstregulierungsfähigkeit, also die Fähigkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen zu steuern.
  • Sozialkompetenz und Empathie, also die Fähigkeit, andere zu verstehen sowie sich ihnen gegenüber situationsangemessen zu verhalten.

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Das Stärken von Schutzfaktoren, der Aufbau von Gesundheits- und Lebenskompetenzen geschehen also massgeblich im Kontakt des kleinen Kindes mit seiner Umwelt. Kinder profitieren von einer aktiven Unterstützung durch die Eltern! Das tägliche Bewegungsverhalten, wie wir uns ernähren, wie wir mit Alkohol umgehen, soziale Kontakte gestalten oder wie wir stressauslösende Herausforderungen meistern: Alles ist von unseren Lernerfahrungen als Kleinkinder geprägt. Entsprechend können wir als Vorbilder diese Kompetenzen und Verhaltensweisen bei unseren Kindern positiv beeinflussen.

Der Bericht «Gesundheitsförderung und Prävention in der frühen Kindheit» sowie ein Flyer mit den wichtigsten Argumenten aus wissenschaftlicher Sicht können auf der Website des BAG heruntergeladen werden:
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/gesund-leben/gesundheitsfoerderung-und-praevention/praevention-fuer-kinder-und-jugendliche/fruehe-kindheit.html

Tina Hofmann

Tina Hofmann

Tina Hofmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin für Frühe Gesundheitsförderung in der Sektion Gesundheitsförderung und Prävention des Bundesamts für Gesundheit BAG. Unter anderem publizierte sie in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Martin Hafen und Co-Sektionsleiterin Petra Baeriswyl den Bericht «Gesundheitsförderung und Prävention in der frühen Kindheit» des BAG.

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