Folgen und Auswirkungen von Stress

Stress und Leistungsdruck beeinträchtigen die Lebenszufriedenheit der Jugendlichen deutlich. Sie bringen Selbstzweifel, Niedergeschlagenheit, Lust- und Schlaflosigkeit sowie Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen mit sich. Jeder und jede Elfjährige in der Schweiz ist davon betroffen. Die Beschwerden nahmen über die letzten Jahre zu und Mädchen leiden überdurchschnittlich stark unter Stress.

Erhöhter Leistungsdruck ist ein bedeutender Risikofaktor für das psychische Wohlergehen. Während mehr als 90 Prozent der nichtgestressten Jugendlichen mit ihrem Leben zufrieden sind, sind es bei den gestressten Jugendlichen nicht einmal die Hälfte (48 Prozent). Dies äussert sich beispielsweise in Selbstzweifeln, Lustlosigkeit, Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen. Besonders junge Frauen leiden unter dem Stress.

Wenn ich Leistungsdruck habe …

Fast ein Drittel aller Elfjährigen in der Schweiz

Es gehört zwar zu dieser Lebensphase, dass Jugendliche vorübergehend unter einzelnen dieser Symptome leiden. Werden diese jedoch chronisch respektive leiden die Jugendlichen unter mehreren dieser Symptome, beeinträchtigt dies das Wohlbefinden deutlich. Oft führen sie sogar zu einer späteren psychischen Erkrankung im Erwachsenenalter.

Die Situation in der Schweiz muss ernst genommen werden, denn:

  • 29 Prozent der männlichen Elfjährigen sowie
  • 36 Prozent der weiblichen Elfjährigen leiden an zwei oder mehr chronischen psychoaffektiven Symptomen

Zunahme über die letzten Jahre

Die Beschwerden, welche sich aus Stress und Druck ergeben, haben sich bei den Schweizer Kindern in den letzten Jahren deutlich verstärkt.

Anteil Elfjähriger in der Schweiz, welche täglich oder mehrmals pro Woche unter folgenden Symptomen leiden:

Beratungen bei der Notrufnummer 147

«Es fühlt sich an, wie wenn ich eine Nebelwand vor den Augen habe.» – «Ich mag einfach nicht mehr. Obwohl ich für das Gymi sehr viel lerne, will es einfach nicht klappen.» – «Momentan wird mir alles zu viel und vor einiger Zeit habe ich angefangen, mich zu ritzen.»

Im Beratungsalltag der Notrufnummer 147 melden sich täglich Jugendliche, die mit ihrer Kraft am Ende sind – erschöpft und ausgelaugt. Während sich früher der grösste Teil der Beratungen um Fragen rund um Liebe und Sexualität drehte, sind es heute Beratungen zur psychischen Gesundheit – Krisen, Angst, depressive Verstimmung oder Suizidgedanken – die den grössten Anteil einnehmen: